Erleben Sie die Bremer Welterbetage vom 5. bis 7. Juni 2026.
Rund um den UNESCO-Welterbetag 2026 laden die Hansestadt Bremen, der Bremer Ratskeller Weinhandel und die Bremer Ratskeller-Gastronomie zu Führungen, Verkostungen und besonderen Genussmomenten ein. Einige vinophile Highlights können Sie bei uns entdecken. Das vollständige Programm finden Sie auf der offiziellen Welterbe-Seite der Stadt.
Veranstaltungen rund um den UNESCO-Welterbetag
Freitag, 5. Juni 2026
Kellerstunde vol.40
Zur Feier der Welterbetage veranstalten wir eine prickelnde Kellerstunde! So nennt sich unsere Online-Weinprobe auf Instagram. Freuen Sie sich auf Secco, Sekt, Crémant und einen besonderen Gast: die Deutsche Weinkönigin Anna Zenz.
Samstag, 6. Juni 2026, 16 Uhr:
„Weinkultur trifft Weltkultur“
Im Kaminsaal des UNESCO-Welterbes Bremer Rathaus heißt es von 16 bis 17:30 Uhr: „Weinkultur trifft Weltkultur“. Die Verkostung wird durch die Deutsche Weinkönigin Anna Zenz und Ratskellermeister Frederik Janus moderiert. Verkostet werden drei ausgewählte Gewächse.
Teilnahmegebühr: 10 Euro pro Person
Zahlung: bar vor Ort
Anmeldung ist hier erforderlich.
Samstag, 6. Juni 2026, 18:30 Uhr:
UNESCO-Welterbe Genuss-Menü im Kaiserzimmer
Ein besonderer Abend an einem besonderen Ort: Im Kaiserzimmer der Bremer Ratskeller-Gastronomie erwartet die Gäste ein Menü, das Genuss und Geschichte miteinander verbindet.
Sonntag, 7. Juni 2026, 14 Uhr:
Sonderführung: „Vom Keller bis zum Dachboden“
Der Ratskeller ist das „köstliche Fundament“ des Bremer Rathauses. Am UNESCO-Welterbetag führt diese Sonderführung von 14 bis 16:30 Uhr durch besondere Orte des historischen Ensembles: von der Schatzkammer im Ratskeller über die viel bestaunte Obere Halle bis hinauf auf den selten zu sehenden Dachboden des Alten Rathauses von 1405. Begleitet wird die Führung von Sebastian Neumann aus der Hausverwaltung der Senatskanzlei und Claudia Staffeldt vom Bremer Ratskeller Weinhandel.
Anmeldung ist hier erforderlich.
WELTERBE, WEINKULTUR UND STADTGESCHICHTE
UNESCO-Welterbe: Bremer Rathaus und Roland
Mitten auf dem historischen Marktplatz stehen zwei Wahrzeichen, die Bremen prägen: das Rathaus und der Roland. Seit 2004 gehören beide zum UNESCO-Welterbe. Sie stehen für die lange Tradition von Freiheit, Recht und städtischer Selbstverwaltung.
Direkt unter dem Rathaus befindet sich der Bremer Ratskeller. Wer die Stufen hinabsteigt, erlebt einen Ort, an dem Geschichte nicht nur erzählt, sondern spürbar wird. Gewölbe, alte Fässer, kühle Luft und der Duft jahrhundertealter Weine machen den Ratskeller zu einem besonderen Teil des Welterbe-Ensembles.
Der Roland wacht seit mehr als 600 Jahren über den Marktplatz. Als Symbol für Freiheit und Marktrecht gehört er untrennbar zu Bremens Selbstverständnis. Auch der Weinhandel war über Jahrhunderte eng mit diesem Ort verbunden: Auf dem Marktplatz wurden Waren kontrolliert, gewogen und gehandelt – darunter auch Wein.
Immaterielles Kulturerbe: Weinkultur in Deutschland
Wein ist mehr als ein Getränk. Er prägt Landschaften, Jahresrhythmen, Feste, Handwerk und Sprache. Die Weinkultur in Deutschland gehört seit 2021 zum Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO.
Im Bremer Ratskeller Weinhandel wird diese Kultur auf besondere Weise lebendig. Hier begegnen sich jahrhundertealte Tradition, fachkundiger Weinhandel und die Freude daran, Wissen weiterzugeben. Der Ratskeller ist kein Museum, sondern ein lebendiger Arbeitsort: Hier werden Weine gelagert, ausgewählt, verkostet, verkauft und erklärt. Neuerdings reift hier auch ein Rohsekt.
Ein besonderer Ort ist die Schatzkammer des Bremer Ratskellers. Hinter kunstvoll verzierten, schweren Türen lagern hier einige der ältesten und kostbarsten Weine Deutschlands. Sie erzählen von Handwerk, Geduld und der Kunst, Wein über Generationen hinweg zu bewahren.
So zeigt sich im Bremer Ratskeller, was Weinkultur ausmacht: nicht nur das, was im Glas funkelt, sondern auch die Geschichten, die Gespräche und die gemeinsamen Genussmomente.
Weltdokumentenerbe: Hanseatische Dokumente Bremens
Nicht nur Bauwerke können Geschichte bewahren. Auch Dokumente erzählen davon, wie Städte entstanden, Handel betrieben und Rechte gesichert wurden. Zwei kostbare Stücke aus dem Staatsarchiv Bremen wurden 2023 als Teil der hanseatischen Dokumente in das UNESCO-Weltdokumentenerbe „Memory of the World“ aufgenommen.
Sie zeigen, wie eng Bremen schon im Mittelalter mit dem europäischen Handel verbunden war. Beschlüsse des Bremer Rates und Urkunden zu Handelsrechten machen sichtbar, wie früh die Stadt ihre Rolle als Handels- und Verwaltungszentrum ausprägte.
Für den Bremer Ratskeller ist dieser Zusammenhang besonders naheliegend: Wein war über Jahrhunderte ein bedeutendes Handelsgut. Der Ratskeller steht damit nicht nur für Genuss, sondern auch für Bremens lange Geschichte als Handelsstadt.
Weltdokumentenerbe: Grimms Märchen und die Bremer Stadtmusikanten
„Es war einmal …“ – kaum ein Satz öffnet so schnell eine ganze Welt. Die von Jacob und Wilhelm Grimm gesammelten Kinder- und Hausmärchen gehören seit 2005 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.
Mit Bremen verbunden ist vor allem die Geschichte der Bremer Stadtmusikanten. Esel, Hund, Katze und Hahn machen sich gemeinsam auf den Weg – getragen von Mut, Hoffnung und dem Wunsch nach einem besseren Leben. Bis heute gehört die Erzählung zu den bekanntesten Bildern der Stadt.
Nur wenige Schritte vom Ratskeller entfernt erinnert die Bronzefigur der Stadtmusikanten an diese Geschichte. Wer dort vorbeikommt, sieht fast immer Menschen, die die Vorderbeine des Esels umfassen – in der Hoffnung auf ein bisschen Glück. So begegnen sich auch hier Erzähltradition, Stadtgeschichte und lebendige Gegenwart.
Bremer Ratskeller: Geschichte mit Geschmack
Der Bremer Ratskeller ist einer der traditionsreichsten Weinkeller Deutschlands. Unter dem UNESCO-Welterbe Rathaus verbindet er hanseatische Geschichte, deutsche Weinkultur und besondere Genussmomente.